Dienstag, 13. Mai 2008

Das war Skype14: Die Entscheidung

Plötzlich stand sie vor ihm. Ihm war klar: Sie hatte sich bereits entschieden. Er wußte auch, dass er sich entscheiden musste. Doch was sollte er tun? Würde er sie verlieren?

Am 10. Mai fand um 19.o0 Skype 14 mit dem Thema "Die
Entscheidung" statt. Nachdem es das letzte Mal um Adams und Evas erste Begegnungen ging, stand diesmal die "Apfelszene" im Mittelpunkt des Abends: Nachdem Eva sich im Garten Eden entschieden hatte, die verbotene Frucht zu essen, muss Adam sich nun auch entscheiden: Wird er seiner Frau folgen, von der Frucht essen und sich damit gegen Gott entscheiden? Oder riskiert er es seine Frau wieder zu verlieren, ohne sie ihm Garten zu leben, dafür aber Gott treu zu bleiben?
Adam hätte sich in dieser schwierigen Situation auch noch für einen dritten Weg entscheiden können, einen Weg, den später der zweite Adam, Jesus, für alle Menschen wählen wird: Er hätte sich anstelle seiner Frau opfern können und so ihr Leben retten können. Stattdessen entscheidet auch er sich für sich selbst und schiebt Eva die Schuld zu. Auch Eva übernimmt keine Verantwortung und beschuldigt die Schlange.

Als sich beide ihrer "Nacktheit" bewusst werden, verstecken sie sich vor Gott und machen sich Schurze, um ihren Körper zu bedecken. Um ihre Schuld zu verstecken. Um sich vor Gott zu verstecken. Als Gott sie sucht laufen sie vor ihm davon.

Szenenwechsel. Ein junges Ehepaar beim Frühstück.
Sie: Ich habe gerade mit meiner Mutter telefoniert. Sie findet auch, dass du viel zu wenig Zeit für mich hast.
Er: Deine Eltern haben mich ja eh noch nie gemocht.
Sie: Aber meine Mutter macht sich einfach Sorgen um ihre einzige Tochter. Du bist einfach ständig auf Geschäftsreise und kaum mehr zu Hause.
Er: Aber du geniesst doch unseren Lebensstandard auch, den ich uns durch meinen Beruf bieten kann.
Sie: Ja natürlich. Aber trotzdem bin ich einfach oft alleine zu Hause. Ich verstehe schon, dass du viel unterwegs sein musst, aber meine Eltern waren in ihrer gesamten Ehe kein einziges Mal getrennt. Da wünschen sie sich für ihre Tochter natürlich auch so eine Ehe.
Er: Bin ich mit dir verheiratet oder mit deinen Eltern? Du musst dich endlich mal entscheiden!

Er verlässt den Raum und knallt die Türe. Sie steht auf und macht das Radio an. Das Klavier beginnt zu spielen, eine Frauenstimme zu singen:

So lange habe ich nach Antworten gesucht
So lange habe ich zu vergessen versucht

So lange habe ich ganz fürchterlich gelitten - und geweint.

Wie in einen grauen Schleier hüllte mich die Traurigkeit ein
Denn ich meinte, nie mehr würde wieder etwas so sein, wie es vorher/früher war

es blieb unvollstellbar, doch dann kamst du - auf mich zu.

Du gibst mir das Gefühl, wieder ganz ich selbst zu sein zugleich nimmst du mit das Gefühl ganz allein zu sein
Du baust mich wieder auf, vielleicht macht Lieben wieder Sinn
gemeinsam bauen wir die Ängst ab vorm Neubeginn.

Na, na, nanana...

(Text und Musik: Tina Stroh)

Jeder Mann ist Adam. Jede Frau ist Eva. Wir alle haben von der verbotenen Frucht gegessen. Wir alle haben in zwischenmenschlichen Beziehungen egoistisch gehandelt und uns selbst mehr geliebt als den anderen. Wir alle haben Menschen verletzt ohne es zu wollen. Wir alle haben nach der Frucht gegriffen. Als Symbol und Bekenntnis für diese Handlung konnten die Gäste ihre Schuld auf ein Blatt Papier schreiben, es zum Baum bringen und sich dafür einen Apfel nehmen.

Die Stationen
Im anschließenden interaktiven Teil gab es die Möglichkeit, an einem Nachgespräche zu dem Thema teilzunehmen, einen Brief an eine Person, die man verletzt hatte zu schreiben, an der Malstation seine Gedanken künsterlisch zum Ausdruck bringen oder in der Stille die Gebetsstation besuchen.
Ausserdem gab es einem Musikraum mit Liedern zum Thema "Entscheidung" und eine Seelsorgestation für wichtige Entscheidungen, die man im Leben treffen muss.




















Anbetung
Nach den Stationen waren alle Gäste eingeladen am musikalischen Anbetungsteil teilzunehmen. Im Anschluss an den Gottesdienst war wie immer das Cafe geöffnet mit leckeren Cocktails und einem riesigen Sandwich-Buffet. Schön, dass ihr dabei wart!