Samstag, 20. September 2008

Meine Geschichte mit Gott: Timon

Als an Physik interessierter Mensch beobachte ich mit großem Interesse die Fertigstellung des LHC (Large Hadron Colliders) in CERN. Bei diesem neuartigen Teilchenbeschleuniger befürchten einige wenige Kritiker, dass beim Betrieb ein extrem kleines schwarzes Loch entstehen könnte, das dann in den Mittelpunkt der Erde wandern könnte und sich dort langsam vergrößern könnte. Die Chance ist zwar sehr gering, doch falls dies passieren sollte, würde dies wahrscheinlich absolut unbemerkt bleiben. Eines Tages könnte, man sitzt gerade am Frühstück oder surft im Internet oder geht einer anderen oder keiner Beschäftigung nach - es wäre auch völlig egal - würde dann alles plötzlich auf einen kleinen Punkt zusammenschrumpfen - PLOPP - und es wäre vorbei. Alles was je getan wurde, was je ein Mensch vollbracht hat, wäre völlig ohne Bedeutung. Wenn ich dieses Szenario so im Kopf durchgehe, bekomme ich ein seltsames Gefühl im Bauch. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Schlagartige Nichtexistenz - der Sinn des Lebens?
So richtig an dieses Szenario glauben fällt mir schwer - abgesehen davon, dass es extrem unwahrscheinlich ist, fällt uns Menschen dann doch sicher irgendwas ein ... oder? Der Wunsch nach einem Sinn im Leben und einer nachhaltigen Existenz auf irgendeine Art und Weise scheint mir im Menschen verankert zu sein, ja zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen zu gehören. Und für mich bietet nur die von Gott dargelegte Erklärung, woher die Welt kommt, warum sie ist, wie sie ist, und was nach ihr kommt, einen befriedigenden Sinn.

Dienstag, 13. Mai 2008

Das war Skype14: Die Entscheidung

Plötzlich stand sie vor ihm. Ihm war klar: Sie hatte sich bereits entschieden. Er wußte auch, dass er sich entscheiden musste. Doch was sollte er tun? Würde er sie verlieren?

Am 10. Mai fand um 19.o0 Skype 14 mit dem Thema "Die
Entscheidung" statt. Nachdem es das letzte Mal um Adams und Evas erste Begegnungen ging, stand diesmal die "Apfelszene" im Mittelpunkt des Abends: Nachdem Eva sich im Garten Eden entschieden hatte, die verbotene Frucht zu essen, muss Adam sich nun auch entscheiden: Wird er seiner Frau folgen, von der Frucht essen und sich damit gegen Gott entscheiden? Oder riskiert er es seine Frau wieder zu verlieren, ohne sie ihm Garten zu leben, dafür aber Gott treu zu bleiben?
Adam hätte sich in dieser schwierigen Situation auch noch für einen dritten Weg entscheiden können, einen Weg, den später der zweite Adam, Jesus, für alle Menschen wählen wird: Er hätte sich anstelle seiner Frau opfern können und so ihr Leben retten können. Stattdessen entscheidet auch er sich für sich selbst und schiebt Eva die Schuld zu. Auch Eva übernimmt keine Verantwortung und beschuldigt die Schlange.

Als sich beide ihrer "Nacktheit" bewusst werden, verstecken sie sich vor Gott und machen sich Schurze, um ihren Körper zu bedecken. Um ihre Schuld zu verstecken. Um sich vor Gott zu verstecken. Als Gott sie sucht laufen sie vor ihm davon.

Szenenwechsel. Ein junges Ehepaar beim Frühstück.
Sie: Ich habe gerade mit meiner Mutter telefoniert. Sie findet auch, dass du viel zu wenig Zeit für mich hast.
Er: Deine Eltern haben mich ja eh noch nie gemocht.
Sie: Aber meine Mutter macht sich einfach Sorgen um ihre einzige Tochter. Du bist einfach ständig auf Geschäftsreise und kaum mehr zu Hause.
Er: Aber du geniesst doch unseren Lebensstandard auch, den ich uns durch meinen Beruf bieten kann.
Sie: Ja natürlich. Aber trotzdem bin ich einfach oft alleine zu Hause. Ich verstehe schon, dass du viel unterwegs sein musst, aber meine Eltern waren in ihrer gesamten Ehe kein einziges Mal getrennt. Da wünschen sie sich für ihre Tochter natürlich auch so eine Ehe.
Er: Bin ich mit dir verheiratet oder mit deinen Eltern? Du musst dich endlich mal entscheiden!

Er verlässt den Raum und knallt die Türe. Sie steht auf und macht das Radio an. Das Klavier beginnt zu spielen, eine Frauenstimme zu singen:

So lange habe ich nach Antworten gesucht
So lange habe ich zu vergessen versucht

So lange habe ich ganz fürchterlich gelitten - und geweint.

Wie in einen grauen Schleier hüllte mich die Traurigkeit ein
Denn ich meinte, nie mehr würde wieder etwas so sein, wie es vorher/früher war

es blieb unvollstellbar, doch dann kamst du - auf mich zu.

Du gibst mir das Gefühl, wieder ganz ich selbst zu sein zugleich nimmst du mit das Gefühl ganz allein zu sein
Du baust mich wieder auf, vielleicht macht Lieben wieder Sinn
gemeinsam bauen wir die Ängst ab vorm Neubeginn.

Na, na, nanana...

(Text und Musik: Tina Stroh)

Jeder Mann ist Adam. Jede Frau ist Eva. Wir alle haben von der verbotenen Frucht gegessen. Wir alle haben in zwischenmenschlichen Beziehungen egoistisch gehandelt und uns selbst mehr geliebt als den anderen. Wir alle haben Menschen verletzt ohne es zu wollen. Wir alle haben nach der Frucht gegriffen. Als Symbol und Bekenntnis für diese Handlung konnten die Gäste ihre Schuld auf ein Blatt Papier schreiben, es zum Baum bringen und sich dafür einen Apfel nehmen.

Die Stationen
Im anschließenden interaktiven Teil gab es die Möglichkeit, an einem Nachgespräche zu dem Thema teilzunehmen, einen Brief an eine Person, die man verletzt hatte zu schreiben, an der Malstation seine Gedanken künsterlisch zum Ausdruck bringen oder in der Stille die Gebetsstation besuchen.
Ausserdem gab es einem Musikraum mit Liedern zum Thema "Entscheidung" und eine Seelsorgestation für wichtige Entscheidungen, die man im Leben treffen muss.




















Anbetung
Nach den Stationen waren alle Gäste eingeladen am musikalischen Anbetungsteil teilzunehmen. Im Anschluss an den Gottesdienst war wie immer das Cafe geöffnet mit leckeren Cocktails und einem riesigen Sandwich-Buffet. Schön, dass ihr dabei wart!

Sonntag, 27. April 2008

Meine Geschichte mit Gott: Steffi

„Was der Bauer ned kennt, isst er ned!“ Der Spruch passt 100 prozentig zu mir. Ich probier eigentlich nie etwas Neues, weil ich sowieso schon ‚weiß’, dass es mir nicht schmeckt. Aber gesetzt dem Fall, ich überwinde meine Ängste, kommt es eigentlich immer vor, dass ich froh bin, es ausprobiert zu haben.

So oder so ähnlich ist es auch mit meinem Glauben an Gott. Man kann nicht sagen, dass es ihn nicht gibt, wenn man ihn nicht ‚ausprobiert’ hat. Und es funktioniert.

Ich bin in einer christlichen gläubigen Familie aufgewachsen und habe irgendwie immer schon mit Gott gelebt. Aber ich hab ihn nie ERlebt oder richtig geliebt. Mit 14 war ich dann auf einer Jugendfreizeit und hab bei einem Gebet gespürt, dass Gott anwesend war. Es klingt total freaky, aber man merkt es. Total berührt hat mich, dass ich diesem Gott alles sagen kann und er sich darum kümmert und noch besser: mich versteht!

Nach und nach wollte ich wirklich mit Gott leben und Erfahrungen sammeln. Ob es in der Schule, in Freundschaften oder bei Krankheiten von Familienangehörigen war, er hat mich immer begleitet und geholfen.

Ich hab Gott ‚ausprobiert’ und es hat geklappt. Auch wenn mein Leben nicht immer optimal läuft, weiß ich doch, dass es einen wahren Gott gibt der immer bei mir ist. Er hilft mir, die Hürden zu meistern und nicht aufzugeben!

Es lohnt sich wirklich, sich auf diesen Gott einzulassen.

Montag, 17. März 2008

Das war SkypeWorship

Am 15.März fand nun bereits zum zweiten Mal SkypeWorship statt. Dabei stellten wir auch dieses Mal wieder bewusst die Anbetung und die persönliche Begegnung mit Gott in den Mittelpunkt. Neben Momenten der gemeinsamen Anbetung gab es verschiedene Elemente der Stille, des Erfahungsaus-
tausches, der Fürbitte und des Dankes.




Mit 50 Jugendlichen begann der Abend mit Psalm 93 und Michael W. Smiths Majesty.

I will never be the same again ist ein Lied über eine Begegnung mit Gott, die einen Menschen komplett verändert. Ähnlich wie die Emaus-Jünger, die nach ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Jesus feststellten, dass es ihnen "im Herzen brannte, als er ihnen die Schrift auslegte", beschreibt dieser Song die Veränderungen, die eine Begegnung mit Jesus mit sich bringen.

Nach einer anschließenden stillen Zeit und einem gemeinsamen Gebet folgte das Lied Du bist ein wunderbarer Hirt. Ein Gedicht hat die Thematik von Psalm 23 neu aufgegriffen.

In den beiden Erfahrungsteilen gab es die Möglichkeit, mit anderen persönliche Glaubenserfahrungen zu teilen. Paul erzählte von seiner Irrfahrt mit leerem Akku in einem unbekannten Stadtteil, Hias von Gottes Führung in seinem Leben während seiner Ausbildung und Jobsuche. Nach einem Teil mit Liedern, die die Freude über den Glauben zum Audruck bringen (I am trading my sorrows, Jesus first, Blessed be your name und Halleluja) folgte eine Zeit des Fürbittegebetes, während der in kleinen Gruppen gemeinsam gebetet werden konnte. Ausserdem bestand die Möglichkeit, an einer "Klagemauer" Sorgen, Ängste und Probleme vor Gott zu bringen.

Nach einem Solo von Irene - What a friend we have in Jesus - endete der Anbetungsteil mit einem gemeinsamen Agnus Dei und einem Segen des Apostel Paulus.

Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit, den Gebetsraum zu nutzen oder die Lounge zu besuchen. Gerade aufgrund der überschaubaren Gästezahl war der Abend sehr persönlich. Wir freuen uns, über die aktive Teilnahme unserer Gäste! Der nächste SkypeWorship ist schon in Planung!

Sonntag, 16. März 2008

Das war... Skype 13

















Wir haben am Samstag, den 01. März 2008 einen sehr geseg-
neten SKYPE-Abendgottesdienst mit vielen Gästen und einem wunderbaren Programm erlebt. Klaus Popa sprach zum Thema: „Wo ist sie?“ Zwei Geschichten wurden miteinander verglichen, einander gegenübergestellt und auf unsere eigenen Sehnsucht hin befragt. Zum einen Don Juan de Marco’s Geschichte, veranschaulicht durch Filmausschnitte aus dem gleichnamigen Film. Zum anderen die Geschichte von Adam‘s Suche nach einem Gegenüber, beschrieben in Textabschnitt in 1.Mose 2,18-25.

1. Geschichte: Don Juan de Marco
Don Juan de Marco, der größte Liebhaber der Welt, will in einer amerikanischen Großstadt Sel
bstmord begehen? Dr. John Mickler, einem Psychiater, gelingt es Don Juan davon abzubringen und er wird in die Psychiatrie zur Beobachtung eingeliefert. Dr. Mickler soll innerhalb von 10 Tagen herausfinden, was dem jungen Mann fehlt. Ferner soll er entscheiden, ob er wieder freigelassen werden kann bzw. ob stationäre Behandlung braucht.

Es stellt sich heraus, dass dieser junge Mann nicht der größte Liebhaber der Welt ist, der in Mexiko aufwuchs und weit mehr über 1000 Fraue
n geliebt hat. In Wirklichkeit ist er in Phoenix, Arizona aufgewachsen. Sein Vater ist bei einem Autounfall gestorben und seine Mutter ist nach dem Unfall aus schlechten Gewissen über Seitensprünge während ihrer Ehe in ein Kloster nach Mexiko geflüchtet. Plötzlich war er ganz alleine.

Eines Ta
ges verliebte er sich in ein Model, das er in einem Männermagazin sah. Nachdem er unter Mühen ihre Telefonnummer herausbekommen hatte, nimmt er sich vor sie anzurufen und ihr seine Liebe zu gestehen. Da er wusste, dass sie ihn so wie er ist nicht lieben würde, entschied er sich dafür, Don Juan, der große Liebhaber, zu sein. Doch sie hat ihn knallhart abblitzen lassen. Daraufhin will er sich umbringen.

Das wundersame an diesem von Wahnvorstellungen geplagten jungen Mann ist, dass er etwas hat, was Dr. Mickler, der wenige Tage vor seiner Rente steht, längst abhanden gekommen ist. Er kann noch an etwas glauben wofür es sich lohnt zu leben und zu sterben, an etwas Wahrem. Er ist durchdrungen von dem Glauben an die Liebe, an die wahre Liebe. Während ihrer Gespräche entfacht John in ihm den Glauben an die Liebe und das Leben. Und plötzlich werden die Rollen getauscht, der Psychiater wird zum Patienten und der Patient heilt den Psychiater.

Nach den zehn Tagen Beobachtungszeit wird John freigelassen und er reist mit Dr. Mickler und seiner Frau zur Insel Eros, wo sein große Liebe auf ihn wartet. D.h. die Antwort auf die Sehnsucht nach der großen Liebe ist letztendlich doch wieder die Flucht in die Traumwelt, in den Wahn.
2. Geschichte: Adam’s Suche
Der Mensch ist nicht für die Einsamkeit
und als ein auf sich selbst hin bezogenes Wesen geschaffen. Es ist nicht gut, dass der Mensch allein, sagt Gott. Dennoch Adam erlebt Einsamkeit. Zunächst alleine geschaffen, findet er beim Benennen der Tiere kein Gegenüber für sich, kein Wesen, das ihm entspricht.

Adam durchlebt die Verzweiflung über das nicht Finden eines Gegenübers. Doch Gott lässt ihn nicht mit dieser Verzweiflung zurück, er schaut nicht einfach zu, wie Adam an seiner Einsamkeit zerbricht, sondern er greift ein. Er legt den Menschen schlafen und erschafft in der Frau ein Gegenüber für Adam, er schafft die Gemeinschaft zwischen Mann und Frau. An dem Erschaffen der Frau hat Adam kein Anteil, Gott erschafft sie und schenkt sie ihm. D.h. der Mensch kann sich nicht andere Menschen für sich „nehmen“, er kann Beziehungen nicht eigenmächtig „machen“ sondern sie werden ihm geschenkt, durch Gott und indem sich der andere Mensch freiwillig schenkt.


Adam ist voller Freude und Dankbarkeit über das Gegenüber. Sie ist Teil von ihm, aus ihm und zu ihm hin. Sie soll ihm Entsprechung und Hilfe sein, Und er wird Vater und Mutter verlassen, um mit seiner Frau eins zu sein. Die Erschaffung des Menschen
gipfelt nicht in der Erschaffung des Einzelwesens sondern im „nackt sein und sich nicht Schämens“. Mit „Nackt sein“ ist nicht nur körperliche Nacktheit gemeint sondern auch geistige, seelische und emotionale „Nacktheit“ d.h. völliges Vertrauen, völlige Offenheit, gänzliches Sich-fallen-lassen-können zwischen Menschen.

Sowohl John als auch Adam merken, dass die Sehnsucht nach einem Gegenüber im Ursprung und Zentrum ihres Seins ist. Jeder von uns erlebt die Sehnsucht nach einen Gegenüber, die Sehnsucht nach einer Beziehung, in der völliges Vertrauen und Offenheit möglich ist und in der wir uns völlig fallen lassen können.

John konnte diese Liebe nicht leben. Adam wurde von Gott ein Gegenüber geschenkt. Er konnte die Liebe leben. Doch wie ist mit uns, können wir diese Liebe leben und erleben? John ist in ein Traum- und Scheinwelt geflüchtet, die in an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Ist das auch unsere Lösung?

Stationen
Auch diesmal waren die Stationen thematisch auf die Predigt ausgerichtet. Es gab die Möglichkeit an einer Station Liebesbriefe zu schreiben, aber auch ein Kummerkasten stand bereit, um sich mit schmerzhaften Erfahrungen auseinanderzusetzen. Die Collagen standen diesmal unter dem Thema von 1. Korinther 13. Ausserdem gab es wieder die Möglichkeit an dem Bibel abschr
eiben Projekt von ichwillleben.eu teilzunehmen oder Kurzinterviews zum Thema zu drehen.